Märkisches Gymnasium

Hamm

Realisierungswettbewerb

2015


Die Waschbetonfassade des Märkischen Gymnasiums in Hamm ist sanierungsbedürftig. Die fortschreitende Korrosion der Armierung führt zu Abplatzungen, Teile der Fassade mussten bereits abge-nommen und durch Provisorien ersetzt werden.


Die Grundidee des Wettbewerbentwurfes ist, die spezifischen Merkmale der Bestandsfassade in das Sanierungskonzept zu übernehmen, formale und technische Unzulänglichkeiten zu beseitigen und auf ein zeitgemäßes Niveau zu heben. Dabei werden nicht nur die technischen Anforderungen seitens der Ausschreibung erfüllt, sondern auch die unklare Einbindung des Gebäudeensembles in das Umfeld behoben.


Nach Abbruch der Waschbetonelemente wird die Fassaden als Vorhangfassade mit Textilbeton-Fertigteilen in einer Stärke von 30 mm aufgebaut. Ein robustes Paneel, das die Fassadentechnik des Bestandes referenziert und den aktuellen Stand der Fertigungstechnik im Betonbau thematisiert.  Die beigefarbenen, weiss pigmentierten Elemente mit schalungsglatter Oberfläche werden produktionsbedingt leicht unterschiedliche Färbungen annehmen und erzeugen eine angenehm differenzierte Farbstimmung. 


Das Fensterband als Gliederungselement der Fassade ist gestaltprägend. Die Zuordnung der Räume ist so frei wählbar und steht in kaum einer Abhängigkeit zur Fassadenstruktur. Dieses Element wird übernommen und akzentuiert.


Dem Fensterband wird ein starrer Sonnenschutz aus Metallgewebe vorgeblendet, dessen Verankerung mittels Konsolen in einen umlaufenden Rahmen integriert ist. Das Gewebe aus dünnen Edelstahlseilen bewirkt eine effektive Verschattung des Fensterbandes bei gleichzeitiger Durchsicht von Innen nach Aussen und hohem Tageslichteinfall in die Klassenräume.


Nicht-offener Realisierungswettbewerb

Auslober: Stadt Hamm